Der Innerschweizer Musiker Toni Bürgler (sen.) stammte aus Illgau im Kanton Schwyz. Er wächst in einfachen Verhältnissen auf und entdeckt früh seine Leidenschaft für Musik. Während einer Krankheit in der Familie beginnt er heimlich Schwyzerörgeli zu spielen. Dieser Moment wird zum Ausgangspunkt seiner musikalischen Laufbahn.
Später entwickelt er den bekannten Illgauer Ländlerstil mit.
Er spielt in der Familienkapelle und prägt die regionale Volksmusik nachhaltig. Neben dem Schwyzerörgeli wird er vor allem durch eine besondere Idee bekannt.
In den sechziger Jahren lässt er sich von einem Zirkusclown inspirieren. Dieser spielt auf einem Vasenklavier und bringt Bürgler auf eine neue Idee. Er ersetzt die Vasen durch Glasflaschen und experimentiert mit Wasserfüllungen, um die perfekte Tonleiter spielen zu können.
So entsteht das Flaschenklavier, ein ungewöhnliches, aber präzises Instrument. Die Töne werden durch Anschlagen der Flaschen mit Kochkellen erzeugt. 1964 kommt es erstmals an einer Hochzeit zum Einsatz. Das Flaschenklavier wird bald zur Attraktion seiner Auftritte. Es ergänzt die traditionelle Ländlermusik um einen eigenen Klang.
Das Flaschenklavier wird bis heute in seiner Familie weitergespielt (Toni Bürgler jun. beim nachstehenden Video).


